Nächstes Jahr wird alles besser – oder besser doch nicht?

Kurz vor dem Jahresübergang fokussieren wir uns darauf, was wir uns für das neue Jahr wünschen und was wir erleben wollen. Was soll neu, anders und vor allem besser sein als bisher. Wir beginnen uns die tollsten Bilder auszumalen, die best-gemeintesten Intentionen zu setzen und haben bereits unser Vision-Board für das neue Jahr aufgehängt.

Und dann, passiert es!

Das neu Ersehnte bleibt aus.

Und du stellst nach ein paar Monaten fest, alles ist noch wie im vergangenen Jahr. Die gleichen Laster, der sich wiederholende Ärger mit dem Partner, die selbe Wut über sich, wieder mal nicht die eigene Sichtweise vertreten zu haben oder die Scham darüber, den Termin für den ersten eigenen Kunden-Workshop selber nicht eingehalten zu haben. Die Liste kann unendlich lang sein und sogar noch länger werden, wenn du beim Durchblättern deiner Notizbücher feststellst, dass du bereits vor drei Jahren die gleichen Wünsche hattest sie sich seit dem nicht in deinem Leben manifestiert haben.

Wenn du dich jetzt fragst, warum das so ist und was du tun kannst, damit das in diesem Jahr nicht wieder genauso abläuft, dann ist dieser Artikel genau der Richtige für dich. Denn in meinem heutigen Artikel lade ich dich ein, zwei Dinge auszuprobieren:

  1. dich selber zu fragen, ob es sein kann, dass du zu denen gehörst, die mehr Energie darauf verwenden, Veränderungen zu vermeiden und alles beim Alten zu belassen, als die ersten Schritte in Richtung deiner Träume zu wagen?

    Vermeidest du Veränderung und ärgerst dich,

    warum noch alles beim Alten ist?

     

  2. dich zu fragen, ob du dieses Jahr nun endlich bereit bist, etwas zu verändern und endlich eine Ausfahrt aus dem routinierten Kreisverkehr zu wählen?
In einem Kreisverkehr
ist jede Ausfahrt eine gute Wahl,
um einen neuen Weg auszuprobieren.

Wenn du beide Fragen mit Ja beantwortet hast, dann gehen wir jetzt an das Eingemachte. Denn mein Wunsch für das kommende Jahr ist es unter anderem, dich dabei zu unterstützen, das Leben zu leben, das du dir sehnlichst wünschst. Und damit ist verbunden, dass du dich traust, Veränderungen in deinem Leben zuzulassen.

Die Tatsache ist: Veränderung ist unaufhaltsam. Nichts bleibt wie es ist. Alles um dich herum verändert sich: die Natur, die Menschen in deinem Leben, das Weltgeschehen, deine Kunden. Ja, sogar du selbst. Noch vor ein paar Jahren konntest du weder lesen noch schreiben und jetzt liest du meinen letzten Blog-Beitrag in diesem Jahr. Und ob du willst oder nicht, das Aufnehmen dieser Informationen verändert bereits etwas in dir. Auch die wiederkehrende Zyklen der Natur (Jahreszeiten, Nestbauzeit, Tages- und Nachtzeiten, Mondzyklen) zeigen auf, dass alles und ständig in Bewegung ist und sich immer wieder neu erfindet und verändert.

Du hast also zwei Möglichkeiten, dich der Veränderung spielerisch hinzugeben und mit ihr zu gehen oder sich ihr zu wiedersetzen und zu versuchen, alles zu kontrollieren und krampfhaft an gewohnten Verhaltensweisen und Wegen festzuhalten.

Spiel mit der Veränderung.

Die Frage ist, wie gehst du mit Veränderung um?

  1. Sträuben wir uns Veränderung zuzulassen und versuchen krampfhaft unsere bekannten und gewohnten Verhaltensweisen und Wege beizubehalten, dann kann es passieren, dass wir unzufrieden mit dem Leben werden. Nichts neues geschieht in unserem Sinne. Im Gegenteil, das Alte wird immer trockener und ausgelatschter, bis es irgendwann anfängt richtig unbequem zu werden.
  2. Öffnen wir uns und begegnen der Veränderung mit Freude, dann können uns Dingen begegnen, die wir zuvor noch nie erlebt haben. Wir landen in neuen Situationen. Altes verändert sich und wir uns mit. Es kann sein, dass es sich wie eine Geburt anfühlt, als würden wir erst einmal durch einen Geburtskanal kriechen müssen, bevor wir sicher auf der anderen Seite angekommen sind und der neuen Welt unser Lächeln zeigen.

Aus meiner Erfahrung trauen wir uns nicht, den neuen Weg zu gehen, weil wir Angst haben:
Die „Angst, vor dem großen Unbekannten“ lassen wir so groß werden, dass wir lieber nichts ändern, als irgendetwas zu verändern.
„Angst, die Kontrolle loszulassen“ und die Gedanken, was wohl alles passieren könnte, sobald der Verstand die Situation nicht mehr kontrollieren kann.
„Angst, vorm allein sein“ hält uns zurück Dinge, Situationen und Menschen loszulassen, die uns nicht mehr gut tun.
„Angst, vor Ablehnung“ kommt wenn wir meinen, unsere Umgebung könnte uns weniger mögen, sobald wir uns mit einer neuen Idee, einem neuen Weltbild oder unserer Meinung zeigen.
„Angst, vor der eigenen Größe und Schönheit“ die uns nicht erkennen lässt, dass wir diejenigen sind, die uns klein gehalten haben, obwohl wir so eine strahlende und große Seele sind, die so viel mehr erschaffen kann, als wir uns bis jetzt zugetraut haben.

Wenn wir diese Ängste über unser Leben bestimmen lassen, werden wir bewegungslos, wir werden starr, wir halten uns zurück, wir werden missmutig, neidisch auf andere Personen, die das (er-)leben, was wir (er)leben wollen.

Rituale helfen uns, uns diesen Ängsten zu stellen und mit Veränderung besser umgehen zu lernen. Ich habe die folgenden Rituale ausgesucht, weil sie dir einen spielerischen Umgang mit deinen Ängsten vor Veränderung ermöglichen und  nicht nur für die Große – die du bereits geworden bist, sondern auch für dein inneres Kind – ein großer Spaß sind.

 

Rauche Friedenspfeife mit der Veränderung

Schreibe auf,

  • was du über Veränderung denkst. Wie fühlt sich Veränderung an: macht sie dich neugierig, nervös, freudig, verhaltend.
  • Wie sprichst du über Veränderung. Machst du dich über sie witzig? Lästerst du über sie? Ist sie wie eine Freundin zu dir, die dir Gutes bringt? Oder ist Veränderung ein bösartiges Monster, das dich immer wieder von hinten überrascht und dir dann böses will? Nimmst du sie ernst?

Bevor du weiter liest, schnapp dir Stift und Zettel und beantworte jetzt die Fragen. Sei ehrlich. Vergiss nicht, die Zeilen wird keiner lesen, wenn du es nicht willst. Sie sind nur für dich und deine Beziehung zu Veränderung.

Hast du die Fragen beantwortet?

Dann stelle dir nun vor, dass du Veränderung zu dir einlädst (hast du ihr eigentlich einen Namen gegeben?), wie einen Freud. Teile ihr nun das mit, was du soeben aufgeschrieben hast. Könnt ihr bereits beide darüber lachen? Oder macht es euch traurig?

Gehe ihr gegenüber die Verpflichtung ein, dass du die Freundschaft zu ihr positiv und aktiv verändern möchtest. Das du Veränderung kultivieren, respektieren und sie zum Essen einladen magst (nur ihr zwei) oder mit ihr gemeinsam den Tanz des Lebens tanzen möchtest (drehe deine Musik laut auf und tanzt gemeinsam) oder du machst es wie die alten Indianer und lädst sie an dein Lagerfeuer ein und rauchst mit ihr eine Friedenspfeife (über Bilder freue ich mich sehr).

Beobachte was passiert.

 

Finde Sicherheit in der Veränderung

Veränderung ist unaufhaltsam. Sie passiert. Ob du willst oder nicht. Aber du brauchst nicht darauf zu warten, bis sie dich schmerzhaft erwischt. Sondern gehe einfach mit ihr mit. Schritt für Schritt. Und wenn du nicht weißt, was dein nächster Schritt ist? Dann frage die Veränderung: „Was soll ich tun? Was kann ich sagen? Mit wem kann ich sprechen? Wo ist mein Weg?“

Du wirst eine Antwort erhalten.

Das Gespräch funktioniert am besten, wenn du still wirst. Setze dich hin, egal wo du gerade bist (am besten geht es natürlich an einem sicheren Lieblingsort). Sinke in dich hinein und verbinde dich mit deinem höheren Bewusstsein. Stelle deine Fragen und lausche in die Stille hinein. Es wird eine Antwort kommen.

Und für alle die, die meinen, die vernommene Antwort wie „Wasche das Geschirr ab“, „Gehe für dich alleine spazieren.“ oder „Bleibe einfach sitzen“ sei nicht die richtige Antwort, seid euch gewiss: sie ist es. Gib der Antwort, die du empfangen hast nach und folge ihr. (Ich gehe an dieser Stelle davon aus, dass eure Antworten, keinen Schade für euch und andere bringen). Und lass dich überraschen, was passieren mag.

 

Finde Freude in der Veränderung

Das mag am Schwierigsten klingen. Finde Freude in allem was passiert. Ja, in allem! Es mag Situationen geben, die auf den ersten Blick keinen freudigen Anblick bieten. Oder Situationen, die uns so sehr in unserer Grundbasis erschüttern, dass wir uns nicht vorstellen können, wie wir uns je davon erholen sollen. Dennoch, wenn du es mit der Zeit schaffst, aus der Angst, dem Groll oder der Unruhe herauszutreten und dich zu fragen, welches Geschenk, kann sich aus dieser Situation ergeben? Oder was ist das Gute an dieser Situation? Dann schaffen wir es, diese Situation nicht mehr nur negativ, sondern auch positiv zu betrachten. Wir können Gefühle des Vertrauens und der Freude empfangen. Unser Blick fokussiert sich dadurch nicht nur auf das Negative sondern auch auf die positiven Dinge im Leben.

 

Nun interessiert es mich natürlich, wie gehst du mit Veränderung um? Und wie ist es dir beim Lesen und Ausprobieren der Rituale ergangen? Ich freue mich, wenn ich von dir höre. Hinterlasse dazu gerne einen Kommentar unter dem Artikel. Und teile mit uns, was du im Umgang mit Veränderung gelernt hast.

Ich danke dir und wünsche dir freudige Weihnachtstage.

In Liebe
Sandra

2 Gedanken zu „Nächstes Jahr wird alles besser – oder besser doch nicht?

  1. Joana Poloschek I Embodying your self! sagt:

    Liebe Sandra,

    das ist eine sehr starke Übung, die du in deinem Blog-Eintrag beschreibst.
    Veränderungen sind manchmal wahnsinnig unbequem, wollen sie uns doch aus unserer Komfort-Zone herausdrücken und uns größer werden und wachsen lassen. Und so sehr ich mir es wünsche, die erhabendste Version meiner selbst in allen Lebenssituationen zu sein . manchmal gelingt es mir eben doch nicht sofort.

    Ich habe mir 2015 deswegen einen Coach genommen und mit ihr gemeinsam meine Schatten angeguckt. Das war die beste Investition ever, Hilfe holen lohnt sich!
    Insofern wünsche ich dir und deinen Kundinnen viele augenöffnende und schöne Coaching-Stunden!
    <3 Joana

    • Visionsgestalterin sagt:

      Hallo liebe Joana,
      vielen Dank für deinen liebevollen und mutmachenden Blogeintrag. Dein Beitrag ist noch einmal die Bestätigung, die sich in meinem Leben und in dem meiner Kundinnen immer wieder gezeigt hat: Veränderungen bringen Wachstum. Und genauso, wie wir im Wachsen neue „Höhenmeter“ gewinnen und dadurch neue Perspektiven und Möglichkeiten entdecken, fordern uns Veränderungen auf, neue Perspektiven zuzulassen und den Raum an neuen Möglichkeiten zu betreten. Um in diesen Momenten, sich nicht von all den aufkommenden Ängsten, Sorgen, Zweifeln überrennen zu lassen, sondern diesen mit Bedacht und Weisheit zu begegnen und einen Schritt weiterzugehen, ist ein Coach ein hilfreicher Begleiter.

      Auf unser Wachstum.
      In Liebe. Sandra

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